Auch die Gesamtschule Niederwalgern erhält Umweltpreis
Lesen Sie hierzu den Artikel der OP vom 24.11.2010
Schulen setzen sich für Klima und Umwelt ein
von Manfred Schubert
KIRCHHAIN. Die diesjährigen Preisträger des Klima- und Umweltpreises des Landkreises, die Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, die Europaschule in Gladenbach und die Gesamtschule Niederwalgern, erhielten am Montagabend ihre Auszeichnungen. Die Urkunden und Schecks über jeweils 650 Euro Preisgeld überreichten Landrat Robert Fischbach und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern in der Aula der Alfred Wegener-Schule. Die ausgezeichneten Projekte wurden von Schülern und Lehrern präsentiert. Beim Projekt der Schule Niederwalgern, „Klimaschutz schmeckt", geht es um den Aufbau eines Sehülercafes mit saisonalen, regionalen und fair gehandelten Bio-Produkten, verbunden mit Aufklärung über die Energieverschwendung bei der Produktion von und dem Handel mit Nahrungsmitteln. Der Probelauf dazu fand im Juni statt, ein zweiter ist für Dezember geplant. Ziel ist, an zwei Tagen in der Woche ein von Schülern für Schüler vorbereitetes Frühstück anzubieten und so das Bewusstsein für Klimaschutz und das eigene Konsumverhalten zu fördern. An der Europaschule Gladenbach beteiligte sich die Klasse 8G1 unter dem Motto „Bienen sichern Bildung" an den zahlreichen - Aktionen zugunsten der Partnerschule in Kisomachi (Tansania). Wie vier Schüler berichteten, herrschen dort große Probleme wegen einer Kostenexplosion für Grundnahrungsmittel. Die Partnerschule bewirtschaftet selbst ein großes Maisfeld, muss aber zum Verarbeiten der Ernte bisher eine spezielle Maschine für 2 000 Dollar im Jahr anmieten. Um eine Schäl- und Mahlmaschine für Kisomachi kaufen zu können, bauten die Gladenbacher Schüler etwa 100 Insektenhotels und verkauften diese am „Tag der offenen Tür" in ihrer Schule. Zudem gingen sie am sozialen Tag für diesen Zweck arbeiten und sammelten Spenden. Damit verdienten sie bislang knapp 2 300 Euro, die für den Kauf der Maschinen ausreichen. Die Alfred-Wegener-Schule Kirchhain erhält den Preis aufgrund ihres Engagements im „Comenius-Projekt" seit 2008. Unter der Beteiligung von sechs europäischen Ländern werden Ursachen und Folgen des Klimawandels untersucht. Konkret wurde eine Energiebilanz über den Verbrauch der Schule erstellt, „Energiefallen" in den Container-Klassenräumen aufgedeckt und „Energie-Agenten" ausgebildet, die sich,in allen Klassen um Energieeinsparung kümmern. Die ganze Schule beteiligte sich im April am Energiespartag mit dem Bau von Solarkochern, dem Pflanzen von Bäumen und der Bildung einer Lehrer-Mitfahrzentrale.